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Spitzname: Einer
Tugenden: Überzeugung und Instinkt
Haltung: Autorität. Einer sind zur Macht berufen und wissen das. Die, die sich in ihrer Nähe aufhalten, können die autoritäre Präsenz spüren. Ihr Haltungsmodifikator beeinflusst Würfe, die andere anführen oder befehligen sollen.
Grundlegender Glaube: Wer ewig lebt, unfassbar mächtig ist und unmenschlichen Durst hat, der kann nur als unsterblicher Herrscher wirklich existieren. Es hat keinen Sinn, um seine verlorene Menschlichkeit zu trauern oder sich zum Studium arkanen Wissens zurückzuziehen; Vampire kennen keine Ehre und keine Anteilnahme. Die Rolle des Vampirs ist die des Herrn.
Die Anhänger dieses Pfades sehen die Ausübung von Autorität und Kontrolle als besten Grund für das Vampirdasein. Die Kontrolle des eigenen Seins und der Außenwelt ist das einzig lohnende Ziel. Dazu muss ein Vampir seine Befähigungen entwickeln, sein Einflussgebiet erweitern und seine Schachfiguren ziehen. Indem der Vampir die Welt seinem Willen unterwirft, schafft er
Ordnung und Beständigkeit. Jede Form von Macht, Einfluss oder Kontrolle kann nützlich sein. Deshalb streben die Einer nach Macht in jeder Form, sei es politische, finanzielle oder spirituelle.
Einer folgen ihren eigenen Erfahrungen, wenn sie ihre Autorität zum Tragen bringen. Auch wenn dieser Pfad viel mit vergänglicher Macht zu tun hat, ist er recht spirituell; Einer suchen eifrig nach Weisheit und Erkenntnis. Natürlich setzen sie all dieses Wissen letztlich zum Streben nach persönlicher Macht ein. Erst wenn man sich selbst begreift, kann man versuchen, die Motivationen anderer zu verstehen. Wahres Verständnis ermöglicht dem Vampir somit, die Geheimnisse von Freund und Feind gleichermaßen zu durchschauen, gewissenhaft jede Situation zu sezieren und die beste Vorgehensweise zu erkennen. Aufgrund solcher Einschätzungen legt der Vampir das beste Mittel fest, die Kontrolle zu wahren oder zu übernehmen.
Die Anhänger dieses Pfades fürchtet und achtet man zu Recht. Kein Anhänger des Pfades der Macht und der inneren Stimme duldet Fehler oder Versagen; die Strafe erfolgt schnell und ist oft tödlich. In der Tat dient die Strafe nicht nur der Bestrafung des Übeltäters, sondern auch als abschreckendes Beispiel für andere. Von daher kennen Einer keine Barmherzigkeit und kein Mitleid. In der Tat sind Rudel mit Einern als Duktus extrem darwinistisch. Einer sind Vollblutpolitiker und -strategen. Auch wenn Blutsbande und gefühlsmäßige Bindungen Anhänger motivieren können, erkennen die pragmatischen Anhänger dieser Philosophie, dass man derlei bekämpfen und durchkreuzen kann. Deshalb glauben Vampire auf diesem Pfad, man solle Kontrolle nur mit Mitteln ausüben, gegen die der andere nichts tun kann: Leid, Zorn, Verlangen und Verderbtheit sind ihre Lieblingswerkzeuge.
Einen Rekruten, der aus Loyalität heraus dient, kann man kaufen; einen Anhänger, der aus Pflichtbewusstsein dient, kann man bestechen; dient er aus Liebe heraus, kann man ihn ernüchtern. Deshalb erteilt man mit Angst und Achtung vor Macht, Zorn und Hass auf seine Feinde, der Erfüllung von Lust und schmerzlichen Lektionen die überzeugendsten Weisungen.
Die Ethik des Pfades
- Dulde kein Versagen – auch nicht dein eigenes. Bestrafe es deutlich und hart.
- Belohne sporadisch. Treibe deine Anhänger zu Bestleistungen, aber lass sie nie davon ausgehen, dass darauf zwangsläufig eine Belohnung folgt.
- Strebe mit allen Mitteln nach Kontrolle. Beherrsche deine Umwelt und unterwirf sie deinem Willen.
- Benutze stets das passende Werkzeug. Hass, Furcht und Zorn sind die wichtigsten, aber gib dich dennoch freundlich.
- Erweise Autoritätspersonen Respekt, aber ersetze sie, wenn sie schwach werden.
- Agiere aus einer Machtposition heraus. Zeige nie Schwäche.
Geschichte
Die Lehren des Pfades der Macht und der inneren Stimme hat vermutlich Fürst Marcus vom Clan der Lasombra im frühen 16. Jahrhundert begründet. Das dauernde Streben des Pfades nach Macht und Einfluss hat zu vielen Anhängern geführt, die den Sabbat in seinen frühen Nächten fromm unterstützten und wegen ihrer ungeschmälerten Leidenschaft für und Hingabe an das
Überleben der Sekte zu deren stärksten Führern wurden. Noch in den heutigen Nächten ist der Pfad im Sabbat hoch angesehen, und sogar die machtgeilen, blasierten Ahnen der Camarilla akzeptieren so langsam zähneknirschend einige seiner Grundsätze.
Heute erlebt dieser Pfad einen explosiven Mitgliederzuwachs. Der Pfad war zwar schon immer beliebt, doch lockt er jetzt aus den wachsenden Reihen des Sabbats immer mehr Mitglieder an. Die völlige Gewissenlosigkeit und Schläue vieler dieser Rekruten ist für die langsame Entwicklung des Pfades von einer achtbaren, wenn auch diktatorischen Philosophie zu einem Pfad machiavellistischer gesellschaftlicher Tyrannei mit eiserner Faust verantwortlich.
Gegenwärtige Praktiken
Die Anhänger des Pfades der Macht und der inneren Stimme sind unorganisiert, haben aber viele gemeinsame Handlungsweisen. Der Pfad konzentriert sich auf wettkampforientierte Riten wie etwa Gotcha-Partien, bei denen seine Anhänger oftmals Führungspositionen einnehmen. Verschiedene Darstellungen von Willenskraft dienen dazu, Autorität und Charakterstärke zu demonstrieren, weswegen Einer auch in solche Riten häufig involviert sind.
Beschreibung der Anhänger
Einer sind anspruchsvoll, selbstbewusst und manchmal sogar größenwahnsinnig. Die Kombination aus dem Drang nach Macht und dem Blick für sich selbst macht die Anhänger dieses Pfades zu korrupten, brutalen Tyrannen. Manche Anhänger dieses Pfades setzen auf Diktatur, aber die wahrhaft erleuchteten nutzen Philosophie und psychologisches Verständnis, um ihre Anhänger zu motivieren.
Der typische Einer akzeptiert keine Ausreden, treibt sich und seine Untertanen erbarmungslos an und zeigt bei Fehlschlägen weder Bedauern noch Mitleid.
Dem Pfad folgen
Ein Einer akzeptiert keine Niederlage. Der Anschein von Anteilnahme ist nützlich, aber jegliches Scheitern muss letztlich bestraft werden. Anhänger des Pfades müssen sich fortwährend bemühen, die Situation, in der sie sich befinden, zu kontrollieren und nach ihrem eigenen Urteil zu handeln. Autoritätspersonen sollte man respektieren, aber wer abbaut, muss gestürzt und ersetzt werden. Anhänger des Pfades suchen Geld, Einfluss und Unterstützung. Man sollte mit allen erforderlichen Mitteln nach Macht streben – wenn Bündnisse oder Ehre nützlich erscheinen,
dann setze man sie ein, ansonsten aber kommen die effizienteren Mittel wie etwa Furcht und Hass zum Einsatz. Der Einer sollte eigene Ziele immer über die der weniger Fähigen stellen.
Verbreitete Fähigkeiten: Führungsqualitäten, Einschüchtern, Politik, Ausflüchte und verwandte Fähigkeiten sind äußert geeignet für Anhänger dieses Pfades. Einer beschäftigen sich außerdem meist mit einer Kampftechnik, sei es Nahkampf oder Handgemenge, um ihre Autorität zu untermauern. Empathie kann auch den Weg zu innerem Bewusstsein aufzeigen.
Bevorzugte Disziplinen: Die Einer schätzen Beherrschung und Präsenz am meisten, da sie damit unmittelbare Kontrolle ausüben können. Verschiedene Einer legen je nach ihrer persönlichen Art und Weise, Autorität zu erlangen, auch Wert auf andere Disziplinen. Alle Disziplinen entwickeln sie mit großem Eifer bis ins volle Ausmaß weiter.
Hierarchie der Sünden des Pfades der Macht und der inneren Stimme
| Wert | Moralische Richtschnur | Erklärung |
|---|---|---|
| 10 | Verantwortung für eigene Taten ablehnen | Ablehnung von Verantwortung bedeutet Versagen als Führungskraft. |
| 9 | schlechte Behandlung Untergebener | Belohne Kompetenz als Anreiz, aber sparsam. |
| 8 | mangelnder Respekt gegenüber Vorgesetzten | Respekt, wem Respekt gebührt, denn nur so kann man etwas lernen. |
| 7 | Hilfeleistung ohne eigenen Vorteil | Alles, was du tust, muss dir nutzen. |
| 6 | Kapitulation | Erfolg oder Tod. |
| 5 | nicht töten, wenn es im eigenen Interesse wäre | Zögere nicht, die zu eliminieren, die sich gegen dich stellen würden. |
| 4 | Übernahme fremder Irrtümer | Sei im Recht, und du wirst Recht behalten. Folge einem Narren, und du wirst dafür zu leiden haben. |
| 3 | nicht die effektivsten Kontrollmechanismen einsetzen | Macht muss man sich nehmen. Herrsche energisch und mit eiserner Faust. |
| 2 | keine Strafe für einen Fehler | Aus einem Fehler wird man nur klug, wenn er als abschreckendes Beispiel dient. |
| 1 | verpasste Gelegenheit zur Machtergreifung | Persönliche Macht ist das Mittel zu jedem Zweck. |