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Spitzname: Tiere
Tugenden: Überzeugung und Instinkt
Haltung: Bedrohung. Wer sich in der Nähe eines Tiers aufhält, merkt deutlich, dass es sich um einen echten Jäger handelt, so wie es Rehe wissen, wenn sie einem Wolf gegenüberstehen. Der Haltungsmodifikator beeinflusst Würfe, die darauf abzielen, einen Gegner einzuschüchtern und ihm Furcht einzujagen.
Grundlegende Überzeugungen: Vampire sind die ultimativen Jäger – unauslöschlich und unverwundbar. „Das Tier im Inneren“ ist nur eine Bezeichnung für ihren Jagdinstinkt. Seine atavistischen Eigenschaften leugnen heißt, sich den Befehlen der Natur widersetzen – zumindest glauben das die Anhänger dieses Pfades. Ein Vampir kann nur überdauern, indem er seinem
Charakter gemäß handelt und die monströsen Triebe akzeptiert, die mit seinem untoten Zustand einhergehen. Auch wenn die Tiere nicht in ihren Raubzügen schwelgen, schrecken sie doch auch nie davor zurück.
Indem ein Vampir lernt, die Rolle des Jägers zu akzeptieren und somit die angestammte Rolle der Untoten anerkennt, wird er zum Tier: wild, räuberisch, aber letztlich da, wo er hingehört.
Ein Anhänger dieses Pfades findet, das Tier sei ein natürlicher Teil des Vampirdaseins, und man müsse seine Bedürfnisse befriedigen. Dennoch ist der Vampir intelligent, und ein kluger Jäger ist erfolgreicher als ein dummer. Aus diesem Grunde ist es wichtig, das Gleichgewicht zwischen Tier und Mensch herzustellen – die wilde Schläue und die bösen Instinkte des Vampirs sind
hervorragende Überlebensmechanismen, wenn Vernunft und Erkenntnisse des Geistes sie bändigen. Indem der Vampir von Zeit zu Zeit die Instinkte des Tiers befriedigt, erlangt er ironischerweise ein größeres Maß an persönlicher Kontrolle.
Vampire, die dem Pfad des wilden Herzens folgen (den man manchmal auch Pfad des Tiers nennt), haben mit dem Prunk der Zivilisation oder mit Bildung wenig am Hut. Zeitgemäße Transportmittel und Waffen sind für den Vampir unnötig, da der untote Körper alle zum Pirschen und Töten notwendigen Werkzeuge mitbringt. Ausflüchte und Politik sind triviale Angelegenheiten; vom Politisieren wird man nicht satt. Vampire wurden zum Jagen und Töten geschaffen, und beides können die Anhänger dieses Pfades ausgezeichnet.
Die Ethik des Pfades
- Überdauern geht über alles.
- Politik und Technik sind beim Jagen nur im Weg.
- Man muss lernen, im Gleichgewicht mit dem Tier im Inneren zu leben. Rücksichtslosigkeit kann notwendig sein, aber man muss sich seine Intelligenz und Schläue bewahren.
- Die „natürliche Welt“ ist eine Illusion. Alle Wesen müssen ihrer Form gemäß leben, und selbst Zivilisation ist natürlich, weil sie dem Wesen der Menschen entspricht.
- Auch wenn Feuer töten kann, muss man seine Angst davor überwinden, damit man die töten kann, die es gegen einen einsetzen wollen.
- Ob man allein oder im Rudel lebt, man muss absolut loyal sein. Es ist keine Zeit für wechselnde Gefolgschaft.
Geschichte
Der Pfad des wilden Herzens scheint aus alten Kodizes erwachsen zu sein, nach denen vampirische Berserker ihr animalisches Wesen akzeptieren lernten. Der Pfad stammt von den Gangrel und verbreitete sich dann unter ein paar anderen Vampiren, die lernten, ihr raubtierhaftes Wesen zu überhöhen. Der Pfad war nie besonders gefragt, aber seine Anhängerschaft blieb im Laufe der
Zeit beständig. Er hat sich mit den Jahren kaum verändert. Tiere sehen keine Notwendigkeit, den Pfad an ein moderneres Zeitalter „anzupassen“.
Gegenwärtige Praktiken
Tiere sind unorganisiert und befassen sich nur selten mit vereinbarten Ritualen oder Traditionen. Ein paar nomadische Rudel bestehen aber beinahe ausschließlich aus Anhängern dieses Pfades, die als umherziehende Jäger ihr Dasein fristen. Wenn sich Tiere treffen, übernehmen sie oft den Brauch der Gangrel, sich gegenseitig Geschichten zu erzählen oder Übungskämpfe
durchzuführen. Tiere dienen auch als besorgniserregend effektive Assassinen; wenn man ihre Loyalität erst einmal errungen hat, ist sie unerschütterlich. Tiere, die den Eindruck haben, ein Wesen
stelle eine Bedrohung für sie oder ihr Rudel dar, jagen und vernichten dieses gnadenlos.
Beschreibung der Anhänger
Den meisten Tieren sind Trends und Äußerlichkeiten verhältnismäßig egal. Sie bevorzugen bequeme Kleidung, die ihnen bei der Jagd zupasskommt. Manche Tiere lehnen Schmuck und Bekleidung ganz ab, aber diese sind selten. Die Anhänger dieses Pfades sind in höchsten Maße im Einklang mit ihren Sinnen, weshalb diese Individuen häufig dafür bekannt sind, stets genau auf ihre Umgebung zu lauschen und ihr Umfeld zu beobachten, oder sich sogar ständig nur langsam zu bewegen, um in der Luft zu wittern, ob sich Feinde in der Nähe verstecken, die es zu meiden gilt. Viele Gangrel hängen diesem Pfad an, und sie haben immer eine Reihe tierhafter Züge, die zu verbergen sie sich nicht die Mühe machen.
Dem Pfad folgen
Tiere müssen ihre Raubtiernatur immer anerkennen und ihr nachgeben. Anhänger dieses Pfades bemühen sich aus diesem Grunde, ihre Begabung als Jäger zu verbessern. Ein Tier hat keine Lust, sich des Gepränges der Technologie zu bedienen, da es glaubt, der Vampirleib biete ihm alle Kräfte, die es braucht. Politisches Engagement wird nicht gern gesehen, da es oft Wichtigeres zu
tun gibt; Gewalt ist einfacher und häufig effektiver als Politik. Barmherzigkeit und Mitleid haben keinen Platz im Herzen des Raubtiers, und Feinde müssen brutal vernichtet werden, während Rudelkameraden beschützt werden, wie sie ihrerseits Schutz bieten. Tiere töten nicht aus Lust am Töten, zögern jedoch auch nicht, wenn es eine Notwendigkeit ist.
Verbreitete Fähigkeiten: Es ist nicht überraschend, dass Tiere hochqualifizierte Verfolger und Jäger sind. Überleben hat für diese Vampire oberste Priorität, dicht gefolgt von Handgemenge und Sportlichkeit. Tierkunde ist weit verbreitet, auch wenn sich ein Tier viel eher von seiner Beute nährt, als sie zu untersuchen. Da sie mit ihrer inneren Natur in engem Kontakt stehen, entwickeln viele Anhänger dieses Pfades starke Empathie – nicht, dass sie Anteilnahme für ihre Beute empfänden, doch sie haben ein intuitives Verständnis dafür, was ihre Opfer antreibt. Auch Einschüchtern ist ziemlich verbreitet, denn die kochende Wut unmittelbar unter der Oberfläche der äußerlichen Ruhe der Tiere ist wahrhaft erschreckend.
Bevorzugte Disziplinen: Disziplinen sind für Anhänger dieses Pfades eine Frage der Sicherung des eigenen Unlebens. Tierhaftigkeit ist hilfreich, um von unbedeutenderen Raubtieren zu lernen und sich zu ernähren. Auch auf Seelenstärke legen sie Wert, da Tiere hart genug sein müssen, um alle äußeren Umstände zu überleben. Zudem gelten die natürlichen Waffen und Jagdvorteile
des Gestaltwandels als wertvoll, und manche Tiere lernen Verdunkelung oder Geschwindigkeit, um schnellere, gerissenere Jäger zu werden.
Früher war der Pfad des Wilden Herzens als Pfad der Harmonie bekannt, er hatte damals eine enge Verbindung zur Natur und zum raubtierhaften Wesen einzelner Vampire.
Auch wenn ein Harmonist nicht bedauert, was er von seiner Natur aus tun muss (jagen, sich nähren und töten), relativiert er diese Taten durch ein Verständnis seiner Stellung in der natürlichen Welt. Infolgedessen setzen Harmonisten auf die Tugend Gewissen statt auf Überzeugung.
Die Hierarchie der Sünden des Pfades des wilden Herzens
| Wert | Moralische Richtschnur | Erklärung |
|---|---|---|
| 10 | Jagd mit anderen Mitteln als den Vampirkräften | Der vollkommene Jäger braucht keine Hilfsmittel. |
| 9 | politisches Engagement | Politische Konfrontationen machen nicht satt. |
| 8 | einen Vampir, der Golconda erreicht hat, nicht vernichten der Sonne, außer um einen Feind zu töten | Es hat keinen Sinn, mit dem endgültigen Tod zu kokettieren. |
| 7 | unnötige Grausamkeit | Der Tod ist etwas Natürliches; Trinken ist etwas Natürliches. Folter und Grausamkeit sind es nicht. |
| 6 | nicht jagen, wenn man hungrig ist | Es ist das Ziel des Vampirs zu trinken. |
| 5 | mangelnde Unterstützung für das Rudel | Wer seine Familie unterstützt, den wird sie unterstützen. |
| 4 | sinnloses Töten | Man soll die Kuh nicht schlachten, die man später noch melken will. |
| 3 | Ignorieren der eigenen Instinkte | Der Instinkt ist die Basis des Wesens des Raubtiers. |
| 2 | Töten einer Kreatur, wenn es nicht zum eigenen Fortbestehen notwendig ist | Wir töten, um zu trinken. |
| 1 | nicht töten, wenn es notwendig ist | Vampire sind Jäger; alle anderen sind Gejagte. |