Lamien

Lamia_SymbolDie Lamien waren eine Blutlinie von Kainitinnen, die sich der Aufgabe verschrieben hatten, den Clan der Kappadozianer zu beschützen. Die erste Lamie, Lamia, behauptete, die Tochter Liliths zu sein, der ersten Frau Adams. Der Legende zufolge fand Lazarus, ein Ahn der Kappadozianer, eines Nachts einen verborgenen Tempel, in dem Lamia ihre grausamen Riten zur Verehrung Liliths, der dunklen Mutter, vollzog. Berührt von ihrer Inbrunst und vielleicht fasziniert von ihrer wilden Schönheit, schenkte er ihr den Kuss.

Als sie vorübergehend in den Tod sank, sandte Lilith ihr eine Vision, ein tiefes Verständnis für ihre Zukunft und die des Clans der Kappadozianer. Als sie sich erholt hatte, flüsterte sie Lazarus etwas zu, und der Ahn der Kappadozianer floh entsetzt.

Lamia aber fand den Weg zu ihrem Clan, und ihre Blutlinie wurde zu den Beschützerinnen der Kappadozianer.

Sie waren nie sehr zahlreich, doch richtige Grabräuber hatten oft mindestens eine Gorgone an ihrer Seite. Die Lamien lernten, sparsam zu trinken, da ihr Kuss Krankheiten übertrug, und entwickelten einen eigenen nekromantischen Pfad, der auf den vier Körpersäften beruhte.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden sie zu wichtigen Ressourcen für die Kappadozianer. Dennoch stand hinter ihrer Loyalität möglicherweise eine noch größere Hingabe an die dunkle Mutter und die Vision ihrer Gründerin.

Doch die Offenbarung der dunklen Mutter scheint die Blutlinie in eine Tragödie gestürzt zu haben. Die Lamien fanden ihr Ende bei der Verteidigung der Kappadozianer, als die Giovanni den Clan übernahmen. Augustus Giovanni vernichtete nach seiner Diablerie an Kappadozius Lamia selbst, und das letzte bekannte Mitglied der Blutlinie wurde 1718 im Rahmen einer Blutjagd der Camarilla vernichtet.

Spitzname: Gorgonen

Sekte: Die Lamien standen irgendwo zwischen den hohen und minderen Clans. Sie waren kein Clan, sondern galten den meisten Kainiten als Teil des Clans der Kappadozianer. Andere Kainiten behandelten sie jedoch respektvoll als Dienerinnen oder Soldatinnen, sowohl in Anerkennung ihrer Fertigkeiten als auch aus Achtung für ihren Stammclan.

Erscheinungsbild: Die Lamien waren nicht so bleich wie die Kappadozianer. Viele von ihnen waren mediterraner oder semitischer Abstammung, doch als die Kappadozianer mit ihren Gorgonen-Leibwächterinnen durch ganz Europa reisten, wurden auch andere Nationalitäten in die Blutlinie aufgenommen. Die Blutlinie bestand vornehmlich aus Frauen, doch die Lamien kleideten sich nicht selten als Männer (üblicherweise bewaffnet und gerüstet).

Zuflucht: Die Lamien teilten sich ihre Zufluchten mit ihren kappadozianischen Schutzbefohlenen. Wenn sie eigene Zufluchten unterhielten, wählten sie dafür häufig Grüfte und Sarkophage,
weil sie es vorzogen, unter den Toten allein zu sein (sich von frisch Verstorbenen zu ernähren minimierte auch das Risiko, eine Epidemie auszulösen).

Hintergrund: Da die Lamien fast nur Frauen den Kuss schenkten, hatten sie selten Gelegenheit, ausgebildete Krieger in die Blutlinie aufzunehmen. Stattdessen erwählten die Gorgonen oft Frauen, die Erfahrung mit dem Tod hatten. Frauen, die einen Selbstmordversuch begangen oder zumindest darüber nachgedacht oder in jüngster Zeit einen Mord begangen hatten, wurden häufig erwählt. Desgleichen waren Frauen mit erkennbarem Interesse an schwarzer Magie oder Gelehrsamkeit im Allgemeinen Kandidatinnen für den Kuss der Lamien. An der Waffe konnte man sich auch nach dem Geschenk der Unsterblichkeit noch üben.

Charaktererschaffung: Alle Lamien verfügten über eine gewisse Kampfausbildung, die sie üblicherweise von ihren Erzeugern erhalten hatten. Körperliche oder geistige Attribute waren primär, ebenso Fertigkeiten. Die Lamien neigten auch zu einer gewissen Vertrautheit mit Okkultismus, sowohl durch die Riten, die sie in ihrer eigenen Blutlinie lehrten, als auch schlicht durch die Nähe zu den Kappadozianern.

Clansdisziplinen: Nekromantie, Seelenstärke, Stärke

Schwäche: Die Lamien waren von einer ansteckenden Krankheit befallen, die sie „Liliths Saat“ nannten und die sie mit ihrem Biss weitergaben. Jeder, von dem die Lamien tranken, musste auf Widerstandsfähigkeit würfeln (Schwierigkeit 6 für Frauen, 8 für Männer). Wenn der Wurf misslang, bekam das Opfer eine pestähnliche Pockenkrankheit, die in ein paar Tagen zum Tode führte. Jeder Vampir, der Lamien-Blut trank, wurde zum Überträger der Seuche, solange nicht die gesamte Vitæ der Lamien säuberlich aus seinem Körper entfernt wurde.

Organisation: Bei den Lamien war die Beziehung zwischen Erzeugerin und Kind sehr stark, da die meisten Lamien mindestens ein Jahr bei ihren Erzeugerinnen bleiben mussten, um die erforderlichen Kampffertigkeiten zu erwerben, die sie brauchten, um den Kappadozianern von Nutzen sein zu können. Lamia blieb bis zu ihrer Vernichtung Oberhaupt der Blutlinie, aber ihr erster und wichtigster Befehl an ihre Tochter war, den Kappadozianern zu dienen.

Tritt vor den Prinzen, wenn ich es dir sage, oder verliere deine Hände.Zitat
Stereotype

Hohe Clans: Den Gefährten unserer Herren kann man nicht trauen. Verneige dich, aber mit einer Hand am Schwertgriff.
Mindere Clans: Säfte sind reiner. Manchmal viel zu rein.

Außenansichten

Hohe Clans: Die Grabräuber haben ihre eigene Sorte Leibwächterinnen. Hm. Traurig, dass sie sie brauchen.
Mindere Clans: Mit diesen Seuchenbringern ist etwas ganz und gar nicht in Ordnung.