Kiasyd

Kiasyd_SymbolDie Kiasyd sind eine Blutlinie der Lasombra; so viel ist klar, denn diese seltsamen Kainskinder nutzen die Disziplin Schattenspiele. Doch ihre Abneigung gegen Eisen, ihre seltsame Kraft Mytherceria und vor allem ihr Aussehen verraten eine noch weit seltsamere Abstammung.

Die Kiasyd sind unabhängig und mehr auf ihre Studien konzentriert als auf die Anliegen des Schwerts Kains. Die, die sich als Mitglieder des Sabbats sehen, beteiligen sich nicht leidenschaftlich an den Aktivitäten der Sekte. Manche spekulieren, die Lasombra hätten sie irgendwie in der Hand – haben die Hüter die Kiasyd geschaffen, so wie die Tzimisce die Blutsbrüder? Schulden die Kiasyd
den Lasombra etwas, wo immer sie auch herkommen mögen? Wie auch immer ihre Beziehung aussieht, sie scheint dem Sabbat zu nutzen.

Die Kiasyd sind in der Regel ruhig und gelehrsam. Sie halten sich lieber zurückgezogen in ihrer Zuflucht auf und brüten dort über alten Texten, Karten, Artefakten und anderen Antiquitäten. Andere Kainskinder scheinen nicht begreifen zu können, wie eine so seltsame Blutlinie von Vampiren ausschließlich aus Gelehrten bestehen kann. Die Gerüchteküche verbreitet,
die Kiasyd könnten nur das Blut von Säuglingen, Feen oder virgines intactæ trinken. Ihr anderweltliches Erbe stammt aber nicht vom Lichten Volk, sondern von Dämonen und den Mächten der Hölle. Ihr seltsames Äußeres entspringt nicht einer Mutation ihrer Vitae, sondern einer Warnung Gottes: Dies sind keine Kainskinder. Sie sind anders.

Spitzname: Bizarros

Sekte: Die meisten Kiasyd gehören dem Sabbat an, zumindest nominell. Ein paar wenige bezeichnen sich als Camarilla-Vampire, und andere sind unabhängig. Da die Kiasyd nur wenig Zeit miteinander verbringen, wenn es nicht sein muss (s. u.), kann man nur schwer Schlüsse über ihre gemeinsamen Vorlieben ziehen.

Erscheinungsbild: Die Kiasyd heißen nicht nur wegen ihres Verhaltens „Bizarros“. Die meisten von ihnen sind über zwei Meter groß, gertenschlank und dünn. Ihre Haut ist nicht nur bleich, wie bei den meisten Vampiren, sondern leuchtet im Mondlicht leicht. Ihre Augensind mandelförmig und ohne Augäpfel oder Pupillen. Oft sind sie violett oder pechschwarz. Hüte oder ein Stirnband sowie eine Sonnenbrille verbergen ihr einzigartiges Erscheinungsbild vor neugierigen Blicken, wenn Sterbliche sie sehen, aber wegen ihres hohen Wuchses und der Hautfarbe fallen sie dennoch auf.

Zuflucht: Die meisten Kiasyd verbringen Jahre damit, ihre Zufluchten auszubauen, indem sie die Sicherheitsmaßnahmen verstärken und Bibliotheken oder andere Annehmlichkeiten einbauen. Sie hüten ihr Heim eifersüchtig und lassen keine ungebetenen Gäste ein. Wenn Sie jedoch jemanden einladen, behandeln sie ihn gut und bieten ihm Vitæ besonderer Jahrgänge
und bequeme Unterkünfte sowie natürlich jede Menge Lesestoff an.

Hintergrund: Zu den wahrscheinlichen Kandidaten für den Kuss eines Kiasyd zählen Museumskuratoren, begabte Studenten, Bibliothekare, Experten für seltene Bücher und Akademiker aller Couleur. Potenzielle Kinder der Bizarros sind lerneifrig, höflich und gebildet, denn sie wollen sich nicht die Zeit nehmen müssen, ihnen die Grundlagen von Bildung beizubringen.

Charaktererschaffung: Geistige und gesellschaftliche Attribute stehen üblicherweise hoch im Kurs, doch verfügen alle Kiasyd über ein gewisses Maß an Etikette. Okkultismus ist natürlich eine weitverbreitete Fähigkeit. Generation, Kontakte (zu anderen Kainskindern) und Ressourcen sind die einzigen gängigen Hintergründe. Kiasyd haben selten genügend Umgang mit Sterblichen,
um andere Hintergründe zu entwickeln.

Disziplinen: Beherrschung, Mytherceria, Schattenspiele

Schwäche: Neben ihrem etwas bizarren Äußeren bereitet Eisen den Kiasyd große Probleme. Die Berührung von Eisen erfordert einen sofortigen Rasereiwurf, und Wunden durch kalt geschmiedete Eisenwaffen sind schwer heilbarer Schaden.

Organisation: Kiasyd genießen gegenseitig ihre Gesellschaft nicht, was seltsam ist, wenn man bedenkt, wie wenig sie mit allen anderen gemeinsam haben. Nach einer kurzen Lehrphase (höchstens 50 Jahre, diese Phase ist in der letzten Zeit zunehmend kürzer geworden) wird ein Kiasyd-Kind aus der Zuflucht seines Erzeugers entlassen und ist nicht länger in dessen Verantwortung.

Ich habe dich nicht hereingebeten. Geh. Berühre außer dem Boden und dem Türknauf nichts, oder ich schwöre beim Mond und bei den Sternen, du findest dich morgen früh auf der anderen Seite dieses Spiegels wieder.Zitat
Stereotype

Camarilla: Ein großes Experiment. Ich glaube, es ist nicht ganz fertig, aber es ist auch noch so viel zu tun.
Sabbat: Welche Farbe hat das Bedauern? Wie schmeckt eine tiefe Schuld? Wie Rost im Mund.
Ravnos: Sie haben eine Vorstellung davon, wie die Wirklichkeit wirklich funktioniert. Schade, dass sie ihr Wissen an Taschenspielertricks vergeuden.

Außenansichten

Camarilla: Der ultimative Beleg dafür, dass wir den Sabbat sofort ausrotten müssen. Die nehmen jeden auf, sogar Dämonenanbeter.
Sabbat: Wie heißt die Lieblingsbar der Bizarros? Bar jeder Menschlichkeit. Kapiert?
Ravnos: Dreh diesen Jungs bloß nicht den Rücken zu, spuck auf den Boden, wo sie gewandelt sind, und bei allem, was mir heilig ist, stiehl bloß nicht ihre Bücher.