In den frühen Nächten des Clans Tremere, vor der Diablerie an Saulot, begab sich eine kleine Gruppe von Hexenmeistern nach Litauen. Die Aufzeichnungen des Clans geben an, das ursprüngliche Ziel ihrer Reise sei gewesen, den Einfluss des Clans dorthin auszudehnen oder Verbündete zu finden. Einige Tremere-Ahnen behaupten jedoch, diese Pilger hätten diese Reise unternommen, um
den Klauen ihres Clans ein für alle Mal zu entkommen.
Was auch immer der Grund ihres Exodus war, die Tremere ließen sich mit den litauischen Heiden ein und erfuhren von Telyavel, dem Beschützer der Toten. Die Einheimischen sahen die Vampire – nachtaktiv, blutrünstig und offenbar magisch begabt – als Inkarnationen oder Avatare ihrer Totengötter an, und die Tremere übernahmen diesen Glauben. Sie legten den Namen „Tremere“ ab und wurden zu den „Telyavs“. Sie hatten zwar sporadisch Kontakt zu Gildehäusern außerhalb Litauens, doch meistenteils blieben sie Schutzherren und Nemesis der Dörfler.
Doch dabei sollte es nicht bleiben. Ende des 13. Jahrhunderts verwüstete der Ventrue-Kriegsherr Jürgen der Schwertträger eine der letzten verbleibenden Enklaven der Telyavs. Es gelang der Blutlinie, sich noch ein paar Jahrhunderte über Wasser zu halten, aber im 16. Jahrhundert berichtete der Stammclan der Tremere, sie seien alle vernichtet.
Spitzname: Telyavs‘ Hirten
Disziplinen: Auspex, Präsenz, Thaumaturgie
Schwäche: Die Telyavs verknüpften ihr Schicksal so eng mit ihren heidnischen Herden, dass sie einige von deren Ängsten und Feinden übernahmen. Sie sind anfällig für christliche Symbole und den christlichen Glauben. Die Schwierigkeit, eine Raserei zu widerstehen, ist 2 höher als normal, wenn ein Feind sich mit wahrem Glauben verteidigt. Vor dem Anblick des Kreuzes oder anderer christlicher Glaubenssymbole schrecken sie zurück.