Die seltsame Geschichte der Ahrimanen beginnt mit einer Sabbat-Gangrel antitribu namens Muricia. Gefangen zwischen zwei Kriegführenden Fraktionen der Sabbat-Gangrel wurde sie Zeugin, wie ihre Rudelkameraden in den Konflikt hineingerieten und letztlich den endgültigen Tod fanden. Sie schwor dem Sabbat und dem Clan Gangrel vollkommen ab, nannte sich jetzt „Ahrimane” und nutzte schamanistische Magie, um sich zu verändern. Wie genau ihr das gelang, bleibt ein Geheimnis. Eine Theorie besagt, Muricia sei schon eine Anomalie gewesen, ehe sie sich an Magie versuchte und habe Zugang zu Kräften gehabt, die anderen Vampiren versagt blieben. Eine andere (möglicherweise plausiblere) Theorie besagt, Muricia habe Hilfe von sterblichen Hexern bekommen, die hofften, der Effekt werde auf alle Kainskinder der Welt übergreifen, sie sterilisieren und verhindern, dass sie neue Vampire schufen.
Jedenfalls stellte Muricia fest, dass sie weder Kinder zeugen noch Blutsbande schaffen konnte.
Doch sie hatte weiterhin die Fähigkeit, andere Kainskinder (zumindest andere Gangrel) in das zu verwandeln, wozu sie geworden war. Sie behielt jedoch die tierhaften Züge, die sie während ihres Vorlebens erworben hatte, und vielleicht stammt der Spitzname ihrer Blutlinie von ihren Katzenaugen.
Muricia bot jeder weiblichen Gangrel, die es wollte, an, Ahrimane zu werden. Sie machte ganz deutlich, dass sie an männlichen Kainskindern nicht interessiert war, wenn auch unklar bleibt warum. Ein paar Gangrel schlossen sich ihr an und suchten Zuflucht in den Südstaaten der USA, wobei sie den Kontakt zu anderen Sabbatmitgliedern mieden.
Die Ahrimanen waren nie zahlreich, und obwohl sie auf dem Papier mit dem Sabbat verbündet blieben, machte Muricia unmissverständlich
klar, dass sie in Ruhe gelassen werden wollten. Diese Isolation war jedoch vielleicht ihr Untergang. Ende der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts brach jeder Kontakt mit den Katzen ab.
Eine Weile später ergaben Nachforschungen, dass ihre Zufluchten leer waren, und seither hat niemand mehr von ihnen gehört. Die meisten
Sabbatmitglieder glauben, die Ahrimanen seien vernichtet, räumen aber die Möglichkeit ein, dass Muricia ihre Blutlinie auf eine spirituelle Pilgerreise geführt hat, die sie außerhalb der Reichweite der Kainskinder brachte.
Spitzname: Katzen
Sekte: Die Ahrimanen waren eine unabhängige Sekte oder genauer, eine Gruppe unabhängiger Individuen. Sie identifizierten sich mehr mit dem Sabbat als mit der Camarilla, wenn auch nur, weil sie keinem Ahnen (außer vielleicht Muricia) Rechenschaft schulden wollten.
Erscheinungsbild: Alle Ahrimanen waren Frauen, und die meisten waren entweder afroamerikanischen oder indianischen Ursprungs (Muricia mochte offenbar keine weißen Vampire). Die meisten Ahrimanen gingen nirgendwo unbewaffnet hin und waren stets zum Kampf
gekleidet. Viele Ahrimanen hatten tierhafte Züge aus ihrer Zeit als Gangrel.
Zuflucht: Muricia war eine wohlhabende Vampirin und kaufte Häuser am Rand mehrerer Städte im Süden der USA (vor allem in Louisiana, Mississippi und Georgia). Neue Ahrimanen konnte eigene Vorkehrungen treffen oder in eines dieser Häuser ziehen.
Hintergrund: Alle Ahrimanen waren vor ihrer Verwandlung Gangrel. Infolgedessen sind ihre Hintergründe ebenso variabel wie die der Tiere. Die Gangrel, die Ahrimanen wurden, waren weiblich, üblicherweise nicht weiß und frustriert aufgrund ihrer Situation in ihrer Sekte oder Stadt.
Charaktererschaffung: Alle Ahrimanen hatten mindestens Mentor 3, was für Muricias Schutzherrschaft stand. Kampffähigkeiten und körperliche Attribute waren verbreitet, aber diese stammten nicht zuletzt von der Tatsache, dass die Ahrimanen zuvor Gangrel gewesen
waren. Desgleichen waren 1 oder 2 Punkte Gestaltwandel oder Seelenstärke die Regel, da das Unleben der Ahrimanen als Gangrel begonnen hatte.
Clansdisziplinen: Präsenz, Spiritus, Tierhaftigkeit
Schwäche: Das Blut einer Ahrimane war unfruchtbar. Sie konnten weder Kinder zeugen noch Blutsbande schaffen, und wer Ahrimanenblut trank, wurde nicht zum Ghul.
Organisation: Da alle Ahrimanen faktisch dieselbe „Erzeugerin“ hatten, waren sie alle Muricia verpflichtet. Sie versuchte nicht, ihre Geschöpfe zu kontrollieren oder zu beherrschen, doch sie behielt sie im Auge und half ihnen, ihre Spirituskräfte zu entwickeln. Die Blutlinie
war für eine „Vampirfamilie“ recht eng verbunden, und eine Ahrimane zu bedrohen, bedeutete üblicherweise einen Kampf gegen mehrere aufzunehmen.
Camarilla: Unter ihrer Herrschaft würde ich ersticken.
Sabbat: Lass sie doch denken, sie würden uns führen. Sie fürchten uns, und das mit Recht.
Gangrel: Die einzigen Vampire, die wahre Freiheit verstehen.
Camarilla: Manchmal frage ich mich, ob es falsch war, ihr Angebot auszuschlagen. Möchte ich die Dinge sehen, die sie gesehen zu haben behauptet? Würden mich nicht andere dann für so verrückt halten, wie ich sie für verrückt hielt?
Sabbat: Du weißt, man kann eine beschissene Katze nicht abrichten.
Assamiten: Ein Wechsel des Blutes ist möglich. Ich mag die Veränderung nicht, die sie durchgemacht haben, aber dennoch ist ihr Ehrgeiz bewundernswert.